Über Chuck Norris

Chuck Norris: Athlet, Actionstar und Internet-Ikone

Der am 10. März 1940 in Oklahoma geborene Carlos „Chuck“ Ray Norris Jr. ist ein amerikanischer Kampfsportler, Schauspieler und Autor. Als Filmgegner von Bruce Lee wurde er einem größeren Publikum bekannt. Es folgte die Kinoreihe „Missing in Action“, von der drei Teile entstanden. Später war Chuck Norris als Texas Ranger auf den TV-Bildschirmen zu sehen. Nachdem es still um den Actiondarsteller wurde, erlebte er als Internet-Ikone ein ungewöhnliches Comeback.

Chuck Norris: Vom Soldaten zum Kampfsportler

Chuck wurde durch Ray und Wilma Norris gezeugt, die beide halb indianischer und halb irischer Abstammung waren. Nach einer schweren Kindheit trat er der Air Force der Vereinigten Staaten bei. Ab 1958 wurde Chuck Norris in Texas ausgebildet. Wenig später wurde er im fernen Asien eingesetzt. In Korea war Chuck Norris Angehöriger der amerikanischen Militärpolizei. Auf der Militärbasis Osan erlernte er die koreanische Kampfsportart Tang Soo Do.

Chuck Norris kehrte 1962 in die USA zurück. Nach einer Stationierung in Kalifornien schied er bald aus der Air Force aus. Wenig später bestritt Norris seine ersten Kampfsportturniere. Er eröffnete außerdem eine Schule für Kampfsport, der zahlreiche Ableger in vielen Städten der USA folgen sollten. In den kommenden Jahren beteiligte sich Chuck Norris an unzähligen Kampfsportevents. Er konnte mehr als 30 Auseinandersetzungen für sich entscheiden. Dabei trat Chuck Norris, der als erster westlicher Taekwondo-Meister den achten Grad erreichte, gegen Sportler wie Joe Lewis oder Bruce Lee an.

Es war der asiatische Kampfsportler, der Chuck Norris eine erste Rolle verschaffte. Im Film „Rollkommando“, der 1968 gedreht wurde, hatte der blonde Recke einen Auftritt als Bodyguard. Im selben Jahr gewann er einen Weltmeistertitel in der Sportart Karate. In diesen Zeiten arbeitete Norris mit anderen Schauspielern wie Steve McQueen zusammen, die er unterrichtete. Er war nun immer öfter vor der Kamera zu sehen. So trat Chuck Norris mit Schülern im Film „The Student Teacher“ auf, der durch Roger Corman realisiert wurde. Kurze Zeit später beendete Chuck Norris seine Karriere als Kampfsportler.

Chuck Norris: Vom Kampfsportler zum Actionstar

Ab den 1970er Jahren war Chuck Norris Darsteller in vielen Actionfilmen. Einen ersten Auftritt in einer tragenden Rolle hatte er 1973 im Film „Der Boss von San Francisco“. Zuvor war er als Bösewicht im Martial-Arts-Film die „Todeskralle schlägt wieder zu“ gegen Bruce Lee angetreten. Später folgten Hauptrollen in Filmen wie „Der Bulldozer“, „Black Tiger“ und „Octagon“, die alleine in den USA rund 100 Millionen US-Dollar einspielten. So wurde Chuck Norris einem großen Publikum bekannt, das sich auch für spätere Filme wie „Kalte Wut“ und „McQuade, der Wolf“ begeisterte.

In den 1980er Jahren war Chuck Norris das Aushängeschild der Produktionsgesellschaft Canon Films, in deren Auftrag er die Hauptrollen in den Filmen der „Missing in Action“- und der „Delta Force“-Reihe übernahm. In solchen Filmen wurde er als schweigsamer Einzelgänger inszeniert, der amerikanische Feindbilder wie arabische Terroristen, asiatische Kommunisten und ausländische Invasoren bekämpfte. Der Darsteller war aber auch als Gesetzeshüter zu sehen, der manchmal die Regeln bricht, um Kriminelle zu besiegen. Eine derartige Rolle übernahm Chuck Norris auch für das Fernsehen.

Ab 1993 trat der Darsteller als Cordell Walker in der TV-Serie „Walker – Texas Ranger“ auf, von der 202 Episoden produziert wurden. Durch die bis 2001 laufende TV-Serie, der ein Fernsehfilm folgte, festigte Chuck Norris sein Image als gerechter Hüter des Gesetzes, der gegen kriminelle Machenschaften vorgeht. Allerdings gelangten seine Werke immer seltener in die Kinos. Im Film „Top Dog“, der 1995 entstand, hatte Chuck Norris seine letzte große Hauptrolle. Es folgten kleinere Streifen wie „Bells of Innocence“, die direkt für den DVD-Markt produziert wurden.

Nach der Jahrtausendwende übernahm Chuck Norris nur noch kleinere Rollen. Einen Cameo-Auftritt hatte er zum Beispiel in der Komödie „Voll auf die Nüsse“, die 2004 gedreht wurde. Es folgten Auftritte in Werbespots, bis der Darsteller im Jahr 2012 einen Gastauftritt im Actionfilm „The Expendables 2“ ergatterte. Trotz der wenigen Auftritte geriet Chuck Norris, der sich auch politisch engagiert, nicht in Vergessenheit. Schließlich kursierten ab 2005 Internet-Memes, die sich mit dem Image des Actionhelden befassten.

Chuck Norris: Vom Schauspieler zum Internet-Phänomen

Durch das Netz erreichte Chuck Norris neue Berühmtheit. Schließlich kursieren „Chuck-Norris-Witze“, die die Härte und Stärke des Actionhelden überzeichnen. Durch die Witze, die zur Netzkultur gehören, werden die Fähigkeiten des Darstellers überhöht. Erste Memes wurden schon 2005 in Chat-Räumen verbreitet. Es folgte ein Generator, der angebliche Fakten über den Darsteller erschuf. Dieser reagierte geschmeichelt, obwohl er die Hoffnung äußerte, dass sich die Menschen auch mit dem realen Chuck Norris befassen.